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BERAS Konferenz in JärnaEin biodynamisch basiertes EU-Projekt zur Rettung der Ostsee Die Zukunft der Landwirtschaft – von Umweltbelastung zur Umweltressource? In der vergangenen Woche fand bei der schwedischen Stadt Södertälje eine dreitägige Konferenz im Rahmen des von der EU teilfinanzierten Projekts BERAS (Baltic Ecological Agriculture and Society) statt. Im Kulturhaus von Järna erfuhren Forscher, Repräsentanten von landwirtschaftlichen und Verbraucherorganisationen, Behördenvertreter, Machthaber und vielerlei Interessierten aus sämtlichen Anrainerländern der Ostsee sowie Norwegen und Weißrussland, wie ein vollständig durchgeführter ökologischer Kreislauflandbau die Ostsee vor dem drohenden ökologischen Kollaps retten könnte und dabei gleichzeitig die Emissionen von Treibhausgasen verringern und die Verbreitung von chemischen Bekämpfungsmitteln in der Umwelt stoppen würde. Dies lässt sich durch die Forschungsarbeiten belegen, die mehrere Jahre lang auf ausgewählten biodynamischen und ökologischen Höfen in allen Ländern um die Ostsee betrieben wurden. In einer kreislaufbasierten Landwirtschaft mit Gleichgewicht von Pflanzenanbau und Tierhaltung wird die hofeigene Pflanzennahrung an Ort und Stelle verwendet, so dass eine Leckage des Überschuss‘ an Dünger verhindert wird. Die offizielle Statistik, die sich auf über 700 konventionelle Milchhöfe gründet, zeigt, wie eine zugeführte Menge von 200 kg Stickstoff/ha pro Jahr einen Überschuss erzeugt, der letztendlich die Umwelt mit 130 kg Stickstoff pro Hektar belastet. Dies beruht auf der im Verhältnis zur Ackerfläche allzu großen Tierhaltung. In einem ökologischen Kreislauflandbau mit einer der eigenen Futterproduktion angeglichenen Tierhaltung werden weniger als 60 kg Stickstoff pro Hektar im Jahr zugeführt, und weniger als 40 kg/ha gelangen in die Umgebung. Artur Granstedt Associate professor und Koordinator des EU-Projekts BERAS Implementation, Södertörn University (Universität in Südstockholm) BERAS Implementation ist ein dreijähriges EU-Projekt mit einem Gesamtbudget von 4,5 mio Euro und einer Partnerschaft zwischen elf Ländern der Ostsee-Region, wobei Södertörn University als Lead Partner fungiert. Zu 25 Partnern und 35 assoziierten Partnern zählen Ministerien, Behörden, Universitäten, Nicht-staatliche Organisationen und Unternehmen (www.beras.eu).
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